Fortbildungsprogramm der Österreichischen Zahnärztekammer (ZFP-ÖZÄK) - Richtlinien zur Fortbildung


Das Fortbildungsprogramm richtet sich an alle zur selbstständigen Berufsausübung in Österreich berechtigten Angehörigen des zahnärztlichen Berufs (Niedergelassene, Angestellte und Wohnsitzzahnärzte) welche gemäß § 1 Abs. 1 des Fortbildungsprogramms der Österreichischen Zahnärztekammer gesetzlich verpflichtet sind, sich regelmäßig fortzubilden.

Mit der erfolgreichen Teilnahme am ZFP-ÖZÄK wird gleichzeitig die gemäß § 41 Abs. 4 Allgemeine Strahlenschutzverordnung (AllgStrSchV) vorgeschriebene Fortbildungsverpflichtung für Strahlenschutzbeauftragte erfüllt. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die erfolgreiche Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen für Strahlenschutzbeauftragte laut Verordnung alle fünf Jahre nachzuweisen ist, unabhängig von der Gültigkeit des ZFP-Diploms.

Infobox

Fortbildungsprogramm der ÖZÄK
Teilnahme am Fortbildungsprogramm

Informationen zum Fortbildungsprogramm der ÖZÄK

Diplomvoraussetzungen:

  • Eintragung in die Zahnärzteliste der ÖZÄK als ordentliches Mitglied.
  • Es werden nur Punkte und Curricula anerkannt, die nach Abschluss des Zahnmedizinstudiums oder der Facharztprüfung ZMK erworben wurden.
  • Insgesamt sind 120 Punkte, davon 60 Punkte aus berufsbezogener zahnärztlicher Fortbildung und 15 Punkte aus nicht fachspezifischer Fortbildung, nachzuweisen. 45 Punkte, erworben durch fast tägliches Studium von zugesandten Informationen, Fachzeitschriften oder Veröffentlichungen über wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Weiterentwicklung von Geräten und Produkten, werden automatisch angerechnet und müssen somit nicht nachgewiesen werden.
  • Weiters können zahnärztliche Fortbildungsdiplome mit den Zusätzen Implantologie und Kieferorthopädie ausgestellt werden. Von 75 Punkten müssen mindestens 40 Punkte für Implantologie bzw. mindestens 50 Punkte für Kieferorthopädie nachgewiesen werden.
  • Die Fortbildungsdiplome mit den Zusätzen „Laseranwendung in der Zahnheilkunde“, „Gerostomatologie“, „Komplementärverfahren in der Zahnheilkunde“, „Zahnärztliche Hypnose und Kommunikation“, „Funktionelle Myodiagnostik (Applied Kinesiology)“, „Ernährungsmedizin“ und „Kinderzahnheilkunde“ werden nach Absolvierung des jeweiligen Curriculums ausgestellt.

Anerkannte Fortbildungsveranstalter:

  • Österreichische Zahnärztekammer
  • Alle Landeszahnärztekammern und deren Fortbildungseinrichtungen
  • Österreichische Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mit allen Zweigvereinen, Gesellschaften und Arbeitsgemeinschaften
  • Zahnärztlicher Interessenverband
  • Universitätszahnkliniken Wien, Graz und Innsbruck und deren Abteilungen
  • Alle kieferchirurgischen Abteilungen österreichischer bettenführender Krankenanstalten

Infoblatt

Veranstaltungen abhalten

Informationen zur Anerkennung und Durchführung von Fortbildungen und Qualitätszirkel im Rahmen des ZFP-ÖZÄK

Voraussetzungen:

  • Von Firmen- und Einzelveranstaltern initiierte Veranstaltungen werden nur dann anerkannt, wenn Sie gemeinsam mit einem anerkannten Veranstalter, der seinen Sitz in dem Bundesland hat, in dem die Veranstaltung stattfindet, durchgeführt werden. Für die im Rahmen der gemeinsamen Durchführung erbrachten Leistungen kann der anerkannte Veranstalter eine Honorierung verlangen. Anhand dieses Formulars sehen Einzelveranstalter/Kooperationspartner, welche Informationen Ihrer Veranstaltung benötigt werden, um über den anerkannten Veranstalter in der Fortbildungsplattform zur Approbation eingereicht werden zu können.
  • Als anerkannte Veranstalter gelten folgende Organisationen und juristische Personen: Österreichische Zahnärztekammer, alle Landeszahnärztekammern und deren Fortbildungseinrichtungen, Österreichische Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mit allen Zweigvereinen, Gesellschaften und Arbeitsgemeinschaften, Zahnärztlicher Interessenverband, die Universitätszahnkliniken Wien, Graz und Innsbruck und deren Abteilungen, alle kieferchirurgischen Abteilungen österreichischer bettenführender Krankenanstalten.
  • Die Approbation der Fortbildungsveranstaltung (Vergabe von Fortbildungspunkten) ist vom Fortbildungsreferent der ÖZÄK zu bestätigen.
  • Der anerkannte Veranstalter muss sich über die Fortbildungsplattform der Österreichischen Zahnärztekammer einmalig registrieren, um Veranstaltungen abhalten zu können. Für jeden anerkannten Veranstalter wird ein eigener Web-Zugang zur Fortbildungsplattform der ÖZÄK eingerichtet, worüber alle Veranstaltungen von Seiten der Veranstalter, beginnend bei der Einreichung zur Approbation bis zur Eintragung der TeilnehmerInnenliste, verwaltet werden. Die Verwaltung von Qualitätszirkel ist ebenfalls durch einen anerkannter Veranstalter über die Fortbildungsplattform der ÖZÄK zu organisieren. Neue Veranstalter wenden sich an das Fortbildungsreferat der ÖZÄK.

Durchführung von anerkannten Fortbildungsveranstaltungen:

  • Bei jeder Veranstaltung ist eine TeilnehmerInnenliste zu führen. Neben den Eckdaten der Fortbildungsveranstaltung sollen Namen und Adressen der TeilnehmerInnen sowie die anzurechnende Fortbildungspunkteanzahl enthalten sein.
  • Diese Liste ist umgehend über die Fortbildungsplattform einzutragen, damit die Bestätigung automatisch auf das jeweilige ÖZÄK-Fortbildungskonto der TeilnehmerInnen übermittelt wird.
  • Unterstützenden Firmen kann eine Ausstellung ihrer Produkte vor Ort ermöglicht werden.

 

Qualitätszirkel

Definition und Zielsetzung:

  • Qualitätszirkel sind kollegiale Arbeitsgruppen, bei denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als gleichberechtigte Experten verstehen. Sie entstehen durch freiwillige Initiative eines Moderators und sind Foren, in denen durch ebenfalls freiwillige Teilnahme der Angehörigen des zahnärztlichen Berufs ein kontinuierlicher, interkollegialer Erfahrungsaustausch ermöglicht wird, der problembezogen, systematisch und zielgerichtet ist und der in gleichberechtigter Diskussion der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Vertiefung der Kenntnisse und eine gegenseitige Supervision zum Ziel hat. Wesentlich ist die interaktive Mitarbeit jedes einzelnen Gruppenmitgliedes.
  • 5 bis 12 Angehörige des zahnärztlichen Berufs schließen sich, eventuell auch mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fachgebiete zu einem Qualitätszirkel zusammen. Die Kontinuität bei der Teilnahme ist wichtig, ebenso die überschaubare Größe. Eine zu große Gruppe verhindert einerseits die Identifikation mit der Gruppe, und auch die Zeit aktiver Mitarbeit pro Teilnehmer würde zu kurz werden, durch höhere Fluktuation der Teilnehmer wäre die Kontinuität gefährdet. Experten außerhalb des Zirkels können nach Bedarf gezielt nach Übereinkunft der Gruppe fallweise in die Zirkelarbeit einbezogen werden. Die Themen werden von der Gruppe selbst vorgegeben und in gemeinsamer Arbeit aufgearbeitet. Ebenso werden die Termine gemeinsam festgelegt.
  • Die Aufgabe der Moderation ist, den Verlauf der Diskussion zu steuern, Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede in der Behandlung des Themas herauszuarbeiten und eventuell auch zu hinterfragen.

Vorraussetzungen zur Durchführung eines Qualitätszirkels für die Moderation:

  • Die Moderation muss dem zahnärztlichen Beruf angehören und eine von der ÖZÄK anerkannte Moderatorenausbildung absolviert haben.
  • Die Einreichung jedes Zirkels zur Approbation durch einen anerkannter Veranstalter ist über die Fortbildungsplattform der ÖZÄK zu organisieren.
  • Die korrekte Führung der TeilnehmerInnenliste sowie die Sicherstellung deren Weiterleitung an den anerkannten Veranstalter.
Wie bekomme ich ein Fortbildungsdiplom

Kontakt
Österreichische Zahnärztekammer
Fortbildungsreferat